Anlässlich seines Museumsfests am Glaubergmuseum präsentierte der Heimat- und Geschichtsverein Glauburg sein Jubiläumsbuch „Bei uus dehoam in Glaaweg“.


Der Untertitel „Von’s Ahle Meißnersch iwwer’s Zimmerkespersch zou’m Keldefirschd“ gibt bereits einen Eindruck vom weiten Bogen, den das fast 300 Seiten starke Buch inhaltlich spannt.


Zum einen betrachten Andreas Klöppel und Sabine Mickel in diesem besonderen Buch nach einem Überblick der geschichtlichen Entwicklung Glaubergs bis in die Gegenwart detailliert die Geschichte seiner Häuser und Familien im alten Kern des Dorfs seit Beginn verfügbarer Aufzeichnungen Mitte des 17. Jahrhunderts. 

Damit gibt es auch Aufschluss über den Hintergrund der vielen ortstypischen Hausnamen, die seit einigen Jahren wieder auf braunen Schildern an vielen Häusern sichtbarer Bestandteil des Dorfes sind. Das Buch beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Erklärung geschichtlicher Fakten. Das Buch führt auch die beiden Bücher Emma Kauschats „Stockheim und Glauberg; Erinnerungen in alten Bildern“ weiter, die vor allem das traditionelle Dorfleben bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Bildern darstellten. Reich bebildert ist es, gestaltet vom ortsansässigen MD Verlag Maik Dollar, ein Porträt Glaubergs vor allem der Zeit nach 1945 mit zahlreichen Ansichten und vielen prägende Gesichtern.


Ein zweiter Schwerpunkt des Buches liegt auf der reichhaltigen Geschichte des Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg. Werner Erk, als einer seiner Vorsitzenden von Beginn seines fünfzigjährigen Bestehens an, stellt darin neben der Vielfalt an Aktivitäten in der Vereinsgeschichte von Archäologie über Geschichtsforschung hin zu Brauchtums- und Mundartpflege, Landschaftspflege und Geologie auch die Anfänge der Heimatforschung rund um den Glauberg dar bis zurück zu Johannes May um 1900.
Der dritte Schwerpunkt des Buches, der langjährige Kampf um die Verwirklichung des Museums der Keltenwelt am Glauberg nach Entdeckung des Grabes des Keltenfürsten mit seiner allseits bekannten Statue, bildete zwar über viele Jahre einen Kern des Vereinslebens, reicht jedoch weit darüber hinaus. Mit Rolf Gnadl als Landrat des Wetteraukreises zu den Zeiten des langen, unermüdlichen und fantasievollen Ringens für eine Entscheidung Pro Glauberg schildert ein Akteur aus der Ersten Reihe der damals handelnden und treibenden Personen die vielfältigen Entwicklungen, die letztendlich das nun schon seit 2011 bestehende Landesmuseum am Glauberg ermöglichten.


Das Buch ist nun erhältlich für den Preis von 30 Euro bei Mitgliedern des Vereinsvorstands sowie bei diesen Verkaufsstellen:

  • MD-Verlag Maik Dollar, Braugasse 4, Glauberg
  • Keltenwelt am Glauberg
  • Hermes Paketshop Häßler, Rathausstraße 19, Glauberg
  • Gartencenter Christ, Stockheim
  • Gemeindeverwaltung Glauburg, Stockheim (nur Paypal)
  • Hellersche Buchhandlung, Büdingen


Das Buch kann auch per Versand bezogen werden nach Überweisung von 39 Euro (Buchpreis zzgl. Versand- und Verpackungskosten) auf das Konto DE 97 5185 0079 0027 2229 27.

 

Korrekturen zu „Bei uus dehoam in Glaaweg“

Bei aller Sorgfalt sind uns beim Verfassen des Buchs auch Fehler unterlaufen. Wir bitten dies zu 
entschuldigen und danken allen Hinweisgebern, die uns darauf hinwiesen.

S. 98/99 Bild unten: Das Bild zeigt keine Altpapiersammlung, sondern eine Grünschnittsammlung 
des Gesangvereins Orpheus Glauberg. Der Grünschnitt wurde in Kartons bereitgestellt 
und auch mit Kartons abgedeckt, was zur Verwechslung führte. Die Altpapiersammlung 
übernahm die Jugendgruppe der Eintracht Glauberg.

S. 202 Hauptstraße 31, „Hiehns“: Den Gemischtwarenladen führten nicht Emma und Minna 
Hühn gemeinsam, sondern nur Emma Hühn. Minna Hühn beschränkte sich auf die 
Arbeiten in Haus, Hof und Landwirtschaft.

S. 210 Mühlgasse 10, „Kossoans“/“Bach-Mousche“: Eigentümer des Hauses waren nach der 
Enteignung der jüdischen Vorbesitzer der Familie Siesel im Zusammenhang mit ihrer 
Flucht aus Deutschland 1937 zwar Adolf Hochheimer und Frau. Vor dem Besitzerwechsel 
zu Wilhelm Kossan und Frau 1957 fand jedoch eine Rückübertragung des Grundstücks an 
Familie Siesel statt, die im Glauberger Grundbuch nicht eingetragen wurde. Familie 
Kossan erwarb das Grundstück dann von Familie Siesel und nicht von Familie 
Hochheimer.

S. 226 Heegheimer Straße 6, „Kesper-Willem“: Das Haus wurde nicht von Wilhelm Weidling IV 
1925 erbaut, sondern bereits 1903 von seinem Vater Wilhelm Weidling I. Hier fand eine 
Verwechslung statt. Sohn Wilhelm Weidling IV erbaute dann 1925 hinter dem Elternhaus 
das Haus Herbertsgasse 1.

Stand: 11. Oktober 2025
Andreas Klöppel

Erinnerungen eines Jugendlichen zum Kriegsende 1945

Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte die Hessische Familiengeschichtliche Vereinigung in ihrer Juli-Ausgabe der Hessischen Genealogie die bewegenden Erinnerungen von Walter Jungmann, Jahrgang 1929 aus Glauberg. In seinem Zeitzeugenbericht schildert er eindrucksvoll die letzten Kriegswochen im März und April 1945 aus Sicht eines Jugendlichen – zwischen Ausbildung, Arbeitsdienst, Volkssturm und dem Alltag in der Heimat.
Die vollständigen Erinnerungen stehen hier als PDF zum 

"Kurioses und Denkwürdiges am Glauberg 2.0" Eintrag vom 06.08.2024

Auch die zweite Wanderung stieß auf große Resonanz - 50 interessierte Teilnehmer sammelten sich trotz ungünstiger Wettervorhersage auf dem Parkplatz der Keltenwelt. 

Werner Erk entführte die Wanderer erneut auf eine unterhaltsame und informative Reise rund um die Kuriositäten und Denkwürdigkeiten am und auf dem Glauberg.

Trotz einsetzendem und zum Teil heftigen Regen, harrten rund 30 Teilnehmer aus und beendeten die Wanderung schließlich an der Grabungsruine am Parkplatz, welche in den 1940ern als Carport für den "Adler Sport" von Frau Richter diente.

 

Eisenverhüttung in Glauberg

Themenwochenende "Eisen" in der Keltenwelt am 25. und 26.06.2024

Nachbau und Fahren eines Rennofens

Die Anfänge der Eisenproduktion im Rennfeuerverfahren liegen im letzten Viertel des 2. Jahrtausends v. Chr. in Anatolien und in den Nachbarländern. Das Verfahren liefert schmiedbares Eisen, das sich den zuvor gebräuchlichen Kupferlegierungen an Härte und Zähigkeit deutlich überlegen zeigt. Der älteste Eisenfund in Mitteleuropa stammt von 1700 v. Chr. und erfolgte in der Slowakei. 1200 v. Chr. taucht erstes gehärtetes Eisen, also  Stahl, auf. Im Verlauf des 9. Jahrhunderts v. Chr. gelangten die Kenntnisse des Rennfeuerverfahrens nach Mitteleuropa, wo es bis ins 16. Jahrhundert n. Chr. das einzige Verfahren zur Eisengewinnung blieb.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden ca. 25 kg Eisenerz aus Stockheim im Rennfeuerverfahren verarbeitet und vor Ort zwei Eisenspitzen geschmiedet.

"Kurioses und Denkwürdiges am Glauberg" Eintrag vom 20.06.2024

Am 16.06.2024 fand die Wanderung unter diesem Titel in Absprache mit der Keltenwelt am Glauberg statt.

Rund 85 interessierte Teilnehmer erfuhren an rund 20 Stationen von Werner Erk, dem 1. Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsverein Glauburg e.V., allerhand Seltsames und Erstaunliches über die Geschichte am und auf dem Glauberg. Einen ersten Eindruck erhalten Sie über den Button "Fotostrecke".

Auf Grund der großen Nachfrage findet Ende Juli / Anfang August ein Wiederholungstermin statt.

Jahreshauptversammlung Eintrag vom 20.03.24

Der Heimat- und Geschichtsverein Glauburg verzeichnete bei seiner Jahreshauptversammlung am 09.März den Abschied von Wolfgang Wefers, der nach 17 Jahren als Schriftführer nicht erneut für das Amt kandidierte. Sabine Mickel übernimmt nun diese Aufgabe. Im geschäftsführenden Vorstand bleiben Werner Erk (Vorsitzender), Christoph Kiesewetter (Vorsitzender) und Alfred Meißner (Kassenwart) bestätigt. Walter Gasche wurde als Museumsleiter am Glaubergmuseum gewechselt, was Renate Ritzel und Florian Nickel als neue Beisitzerinnen und Beisitzer in den Vorstand brachte.

Vorsitzender Werner Erk blickte auf ein Vereinsjahr zurück, das von Landschaftspflege, Veranstaltungen und neuen Akzenten geprägt war. Der Verein intensivierte Kontakte zu Kindergarten und Grundschule und plant für das kommende Jahr lokalhistorische Vorträge und die Errichtung eines Digitalisierungs-Arbeitsplatzes. Eine Erweiterung des Schauweinbergs und die Vorbereitungen für das 50-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2025, darunter die Arbeit an einem Dorfbuch zur Geschichte Glaubergs, stehen ebenfalls auf der Agenda.

Kassenwart Alfred Meißner präsentierte eine positive Bilanz, und Florian Nickel bestätigte als Kassenprüfer eine ordnungsgemäße Kassenführung.
Der Vereinsvorstand wurde entlastet, und im Anschluss fanden die Wahlen sowie die Verabschiedung von Wolfgang Wefers statt.

Die faszinierende Geschichte Stockheims: Ein Blick zurück in die Vergangenheit
Eintrag vom 06.09.23

Heute tauchen wir ein in die Geschichte von Stockheim, unserem Nachbardorf, das im Laufe der Jahre viele Veränderungen erlebt hat. 
Die reiche Historie dieses Ortes wurde von Ottmar Helfrich, einem engagierten Geschichtsbegeisterten, in einem bemerkenswerten Dorfbuch festgehalten. 
In diesem Beitrag werden wir uns näher mit der Geschichte von Stockheim und der Bedeutung dieser Aufzeichnungen befassen.

Ottmar Helfrich: Ein Hüter der Geschichte

Im Jahr 1944 begann Ottmar Helfrich damit, die Geschichte Stockheims in mühevoller Handarbeit niederzuschreiben. 
Diese Aufgabe war nicht nur eine Herzensangelegenheit für ihn, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes seiner Heimat. 
Trotz der widrigen Umstände des Zweiten Weltkriegs setzte er seine Arbeit fort und schuf ein wertvolles Dokument, das die Vergangenheit Stockheims auf einzigartige Weise festhielt.

Nach dem Ende des Krieges hörte Ottmar Helfrich nicht auf, sondern führte seine historische Dokumentation fort. 
Dabei zeichnete er auch den tiefgreifenden Wandel auf, den Stockheim in der Nachkriegszeit erlebte. Der Zuzug von Flüchtlingen prägte die Gemeinschaft und brachte neue Impulse mit sich. 
Diese turbulenten Jahre sind dank Ottmar Helfrichs Engagement in den Aufzeichnungen verewigt.

Das Dorfbuch von Stockheim: Ein Schatz der Vergangenheit

Das von Ottmar Helfrich verfasste Dorfbuch von Stockheim ist weit mehr als nur eine Chronik. 
Es ist eine lebendige Quelle, die uns Einblicke in das alltägliche Leben und die bedeutenden Ereignisse in Stockheim gewährt. 
Es erzählt von Menschen, Traditionen, und Veränderungen im Dorf im Laufe der Zeit.

Durch die sorgfältige Dokumentation von Ottmar Helfrich können wir die jüngere und ältere Geschichte Stockheims besser verstehen. Wir erfahren von den Herausforderungen und Freuden, die das Dorf im Laufe der Jahrzehnte erlebt hat, und wir können die Entwicklung und den Wandel nachvollziehen, der die Gemeinschaft geprägt hat.

Den Keltenfürsten auf Platt kennengelernt
Eintrag vom 11.10.23

Kürzlich hatten wir das Vergnügen, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus den Gemeinden Glauburg und Ranstadt eine besondere Reise in die Geschichte des Glaubergs zu unternehmen. Im Rahmen der Ferienspiele öffnete das Glauburgmuseum in der Alten Schule Glauberg seine Türen für eine unvergessliche Museumsführung, die sich von gewöhnlichen Ausstellungen stark unterschied. Statt der üblichen musealen Präsentation stand die lebendige Sprache des Glauburger Dialekts im Mittelpunkt.

"Schwätze wie Omma unn Obba"

Unter dem Motto "Schwätze wie Omma unn Obba" begaben sich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis zwölf Jahren auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt unserer Vorfahren. Dabei ging es nicht nur darum, die Ausstellungsstücke und die Geschichte des Glaubergs zu erkunden, sondern vor allem darum, die Wurzeln unserer Heimat in ihrer ursprünglichen Sprachform zu erleben.

Einblick in den Glauburger Dialekt

Werner und Marlu Erk sowie Sabine Mickel, engagierte Mitglieder unseres Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg, nahmen die jungen Teilnehmer auf eine kurzweilige Reise "op Platt" mit. Die Kinder und Jugendlichen wurden nicht nur in die Geschichte des Glaubergs eingeführt, sondern erhielten auch einen faszinierenden Einblick in den Glauburger Dialekt. Bei einer gemütlichen Verköstigung konnten sie ihre neu gewonnenen Sprachkenntnisse direkt anwenden und mit den Guides ins Gespräch kommen.

Mehr als nur Sprache

Die Museumsführung auf Glauburger Platt war jedoch nicht nur auf sprachliche Aspekte beschränkt. Es gab auch eine unterhaltsame Lektion in hessischen Schimpfworten, die bei den jungen Teilnehmern für einige amüsante Momente sorgte.

Ein erster Schritt in die Vergangenheit

Das Hauptziel einiger Teilnehmer war es vielleicht, ihre Großeltern besser verstehen zu können oder sogar eine dritte Fremdsprache zu erlernen. Obwohl dieses Ziel in den zwei Stunden unserer Museumsführung nicht vollständig erreicht wurde, wurde doch der wichtige erste Schritt auf diesem Weg gemacht.
Es war eine wunderbare Gelegenheit, die Geschichte und Kultur des Glaubergs auf eine einzigartige Weise zu erleben, und wir sind stolz darauf, dass wir dazu beitragen konnten. Wir hoffen, dass die Kinder und Jugendlichen ihre neu gewonnenen Eindrücke und Sprachkenntnisse mit ihren Freunden und Familien teilen und die Wurzeln unserer Heimat weiterhin wertschätzen.

Fundarchiv des Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg im Dienst der Forschung
Eintrag vom 05.07.23

Unzählige archäologische Funde des Glaubergs und der näheren Umgebung haben eine neue Heimat gefunden. Das Fundarchiv des Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg, bisher gelagert in Magazinräumen der Alten Schule in Glauberg, ...

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